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Lavendelöl

Lavendel – das sind nicht nur die tief violetten Felder unter der Sonne Südfrankreichs, die sich bis zum Horizont erstrecken, Lavendel verbreitet zugleich einen atemberaubenden Duft und hat eine heilsame Wirkung für Seele und Körper. Jeder kennt die Pflanze und viele lieben den intensiven Duft, den der Lavendel verströmt. Vereint sind der Duft und die hilfreichen Inhaltsstoffe im Lavendelöl. Bekannt und beliebt war Lavendelöl schon im alten Ägypten. So fanden sich bei Ausgrabungen 1922 im Grab des legendären Pharao Tutanchamun kleine Salbentöpfe, die noch schwach nach Lavendel geduftet haben und das nach 3000 Jahren.

Bis heute hat der Lavendel nichts von seiner einzigartigen Faszination verloren und das Lavendelöl ist noch immer ein bewährtes Mittel für die Seele und den Körper.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ernte?

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Lavendelöl wird aus unterschiedlichen Sorten und zu ganz verschiedenen Zwecken hergestellt. Nicht jede Sorte ist für Weiterverarbeitung zu Lavendelöl geeignet, wie auch nicht jedes Lavendelöl für alle Anwendungszwecke infrage kommt. Für die Herstellung gibt es mehrere Verfahren, die bekannteste und effektivste ist die Herstellung mittels Wasserdestillation. Alle Pflanzenteile des Lavendels enthalten das kostbare Öl, besonders hochwertig ist jedoch das Lavendelöl, was aus den Blüten der Pflanze entsteht. Es sind die kleinen zarten Blüten, die den höchsten Anteil des duftenden Öls enthalten. Wie gut oder weniger gut die Qualität des Lavendelöls ist, richtet sich auch danach, wann die Blüten geerntet wurden. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist, wenn die Blüten kurz vor dem Aufblühen stehen. Die beste Tageszeit für die Ernte ist die Mittagszeit, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, denn so wird der Anteil der ätherischen Öle erhöht.

Wie wird Lavendelöl gewonnen?

Lavendelöl

Bezaubernder Duft und gesunde Inhaltsstoffe @ depositphotos.com / chepko

Nach der Ernte ist es wichtig, dass der Lavendel nicht in der prallen Sonne liegt, da dies die Qualität des Öls negativ beeinflussen kann. Die Wasserdestillation macht es möglich, dass das Lavendelöl auf sehr schonende Weise gewonnen wird, da bei diesem Verfahren nur wenige Inhaltsstoffe verloren gehen. Zunächst wird der Lavendel bei dieser Form des Verfahrens erwärmt, damit sich die ätherischen Öle aus der Pflanze leichter lösen können, um anschließend zu verdampfen. Zusammen mit dem Wasserdampf werden die ätherischen Öle anschließend in ein sogenanntes Kühlrohr geleitet. In diesem Rohr kondensiert das Öl wieder zu einer Flüssigkeit, die in einem Auffangbecken gesammelt wird. Danach lässt sich das Lavendelöl einfach von der Oberfläche des Wassers abschöpfen.

Die Blüten, die für diese Form der Herstellung infrage kommen, müssen frei von Blättern sein, denn die Blätter des Lavendels würden dem Öl ein bitteres und herbes Aroma verleihen. Wird Lavendelöl als pflanzliches Arzneimittel hergestellt, dann muss der Anteil an ätherischen Ölen bei mindestens 1,5 Prozent liegen. Ist dies nicht der Fall, darf das Lavendelöl nicht zu medizinischen, sondern nur zu kosmetischen Zwecken angeboten und verkauft werden.

Was macht das Öl so wirksam?

Es sind die mehr als 2000 unterschiedlichen Wirkstoffe in den Lavendelsorten, die das Lavendelöl so wirksam machen. Bis heute wurde jedoch nur ein sehr kleiner Teil dieser Wirkstoffe von der Wissenschaft untersucht. Die Forschung schätzt, dass von diesen mehr als 2000 Wirkstoffen nur 300 bis 400 für die Gesundheit von Bedeutung sind. Damit sich die Inhaltsstoffe optimal entfalten können, müssen sie untereinander auch eine optimale Verbindung eingehen. Bis jetzt ist es den Wissenschaftlern gelungen, nur 200 der Inhaltsstoffe im Lavendelöl nachzuweisen und genauer zu untersuchen. Welche Inhaltsstoffe überhaupt zueinander passen und zu Lavendelöl werden, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Die Temperatur bei der Wasserdestillation spielt hier eine wichtige Rolle ebenso wie die Dauer der Destillation. Die Qualität jeder einzelnen Blüte entscheidet darüber, wie gut oder schlecht das spätere Lavendelöl wird. Nicht alle Wirkstoffe überstehen die Destillation, diejenigen, die besonders hitzeempfindlich sind, sterben früh ab.

Wichtig ist jedoch, dass die ätherischen Öle der Pflanze den Herstellungsprozess überstehen, denn ihnen macht die Hitze nichts aus. Zu den nachgewiesenen Bestandteilen im Lavendelöl gehören sowohl Monoterpene als auch Linalool. Auch Linalylacetat ist im Lavendelöl zu finden, das auf unterschiedliche Art und Weise die Psyche positiv beeinflussen kann. Dieser Wirkstoff beruhigt den Körper und die Seele, was die Lebensqualität vor allem bei Menschen, die unter einer Depression leiden, deutlich steigern kann. Linalool, eine farblose Flüssigkeit mit einem blumig riechenden Duft, ist für ihre entzündungshemmende sowie antiseptische und antimikrobielle Wirkung bekannt. Auch Cineol ist im Lavendelöl zu finden, was Atembeschwerden lindern und das Fieber senken kann.

Welche Anwendungsgebiete gibt es?

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Im alten Ägypten war Lavendelöl eine der Gaben, die mit dem Pharao auf seine letzte Reise ging. Das Öl wurde aber auch zur Salbung des Pharao verwendet. Im antiken Rom war das aromatische und intensiv duftende Öl für seine vielen positiven Eigenschaften bekannt. Daher wurden vor den Schlachten kleine Lavendelsträuße an die Legionäre verteilt. Wahrscheinlich sollte der Duft des Lavendels den Soldaten die Angst nehmen und sie beruhigen. Offiziell als Heilpflanze anerkannt wurde der Lavendel jedoch sehr viel später. Erst im Jahre 2008 wurde er zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Lavendelöl kann, wie viele andere ätherische Öle auch, innerlich und äußerlich zur Anwendung kommen. Es wird für Massagen als Beruhigungsmittel verwendet und hat sich dort einen guten Namen gemacht. Da die Anwendung keinerlei Nebenwirkungen hat, können selbst Babys damit massiert werden, wenn sie beispielsweise durch das Zahnen sehr unruhig sind.

Ebenfalls unschlagbar ist Lavendelöl als Mittel, um lästige Insekten loszuwerden. Viele Menschen haben panische Angst vor Spinnen und möchten verhindern, dass sie ins Haus kommen. Eine kleine Schale mit Lavendelöl in den Räumen reicht schon aus, um die Spinnen in die Flucht zu schlagen, sie können den Duft des Lavendels nicht ertragen. Mücken haben das gleiche Problem, auch hier ist es eine gute Idee, Lavendelöl mittels einer Sprühflasche im Raum zu verteilen und die Mücken kommen so schnell nicht wieder. Getrockneter Lavendel in Säckchen eingenäht und in den Kleiderschrank gehängt, vertreibt jede Kleidermotte. Wenn Hunde Flöhe, Läuse oder Milben im Fell haben, hilft ein Bad mit Lavendelöl und die Plagegeister sind verschwunden.

So wirkt Lavendelöl für Haut und Haare

In der Kosmetikbranche hat sich Lavendelöl schnell einen Namen gemacht. Es ist ein beliebtes Pflanzenöl, weil es die Hautzellen erneuert und den Heilungsprozess der Haut aktiv beschleunigt. Zudem hemmt Lavendelöl die entzündlichen Prozesse, die die Haut betreffen und es wirkt wie ein gutes Desinfektionsmittel. Bei unreiner Haut ist das Öl aus den Lavendelblüten eine sichere Sache ebenso wie bei Insektenstichen. Bei kleinen Verletzungen und Wunden, bei leichten Verbrennungen und einem nicht allzu starken Sonnenbrand ist das duftende Öl ebenfalls eine sehr gute Wahl. Lavendelöl wird direkt auf die Haut aufgetragen, ohne es vorher zu verdünnen und es ist für jeden Hauttyp gut geeignet.

Wichtig ist allerdings: Das aromatische Öl darf unverdünnt weder mit den Augen noch mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen. Unschöne Alterserscheinungen der Haut lassen sich mit etwas Lavendelöl mildern. Es hilft zudem bei Ekzemen, bei eingewachsenen Haaren, rauen Händen und sogar bei Herpes. Schmerzende Narben lassen sich hervorragend mit Lavendelöl behandeln, ebenso wie ein Juckreiz der Haut. Selbst wenn ein Arm oder Bein verstaucht und verrenkt wurden, hilft ein Umschlag mit dem duftenden und gesunden Öl aus Lavendelblüten.

Probleme mit den Haaren? Will die Frisur einfach nicht sitzen? Lavendelöl kann auch in diesem Fall die Lösung sein. Wer Probleme mit Spliss oder spröden Haaren hat, muss einfach nur einige Tropfen des Duftöls ins Shampoo geben und schon lassen sich die Haare wieder durchkämmen und frisieren. Hilfreich ist außerdem eine Haarkur mit dem Öl aus Lavendelblüten, die jeder schnell und einfach selbst herstellen kann. Besonders störrische Haare lassen sich mit einer solchen Kur wunderbar bändigen.

Lavendelöl für die innere Anwendung

Während die äußerliche Anwendung des duftenden Öls keine Probleme darstellt, gibt es bei der inneren Anwendung einige wichtige Punkte, die unbedingt zu beachten sind. Nach Möglichkeit sollte das Öl nie ohne den Rat und nur auf Anraten eines Arztes eingenommen werden. Wird das falsche Öl verwendet oder ist die Dosierung nicht richtig, dann kann das gesunde Öl schnell toxisch und ätzend wirken. Sehr wichtig ist es, sich vor der inneren Anwendung ausführlich von einem Arzt beraten lassen. Der Arzt weiß am besten, welches Öl die richtige Wahl ist und welche Dosierung für den jeweiligen Patienten überhaupt infrage kommt. Wer sich statt Öl für eine Lavendeltinktur oder einen aromatischen Lavendeltee entscheidet, muss bei der inneren Anwendung keine gesundheitlichen Schwierigkeiten befürchten.

Bei welchen Leiden wird das Öl angewandt?

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Lavendel ist eine Heilpflanze, die besonders für die Seele zuständig ist. Das Öl kommt bei Schlafstörungen und bei psychischer Erschöpfung zum Einsatz, außerdem wird es bei depressiven Störungen verwendet.

Tipp: bei Schlafstörungen soll auch gut das aus der Hanfpflanze gewonnene CBD Öl helfen können.

Als Tee und als Tinktur behebt der Lavendel Probleme mit der Leber, dem Kreislauf und dem Darm. Besonders bei Entzündungen des Dick- und des Dünndarms sowie bei Durchfall ist der Lavendel nur zu empfehlen. In einigen Fällen kommt die Heilpflanze sogar bei Geschwüren im Darm zum Einsatz. Erfolgversprechend ist der Lavendel zugleich bei Infektionen, die die Harnwege betreffen. Lavendelöl schützt ferner das Immunsystem und stärkt die körpereigene Abwehr, eine Eigenschaft, die besonders bei grippalen Infekten gut ankommt.

Lavendel in Form von aromatischem Öl kann außerdem das Fieber senken und denjenigen helfen, die mit einem hohen Blutdruck zu kämpfen haben. Die Heilpflanze wirkt entwässernd und was noch wichtiger ist, sie wirkt dazu noch entgiftend für den Organismus. Wird mit verdünntem Öl aus Lavendelblüten gegurgelt, dann trägt dies zur Gesundheit des Mundes bei. Zahnfleischentzündungen und auch Herpes lassen sich mit dem verdünnten Öl erfolgreich bekämpfen. Wer Probleme mit der Galle oder der Leber hat und nicht unbedingt zu Mitteln der Pharmaindustrie greifen möchte, findet im Öl aus den duftenden Lavendelblüten eine hervorragende Alternative.

Hat das Öl auch Nebenwirkungen?

Obwohl der Lavendel eine bekannte und bewährte Heilpflanze ist, ganz frei von Nebenwirkungen ist er nicht. Das Öl wie auch der Tee und die Tinktur sind grundsätzlich sehr gut verträglich, es hängt jedoch immer von der Qualität des Produktes ab, ob es zu Nebenwirkungen kommt oder nicht. Eine weitere wichtige Rolle spielt noch die körperliche Verfassung desjenigen, der das Öl nutzt. Bei Babys und Kleinkindern, die noch keine zwei Jahre alt sind, ist die innere Anwendung nicht zu empfehlen. Eine beruhigende Wirkung hat das Öl selbst bei kleinen Kindern, daher sollte ein Öl gewählt werden, was wenig ätherische Bestandteile hat.

Die Menschen, die eine empfindliche und sensible Haut haben, sollten für die äußere Anwendung ebenfalls dieses Lavendelöl nutzen. Bei einem größeren Anteil an ätherischen Ölen kann es im schlimmsten Fall zu allergischen Reaktionen kommen. Wer noch nie das Öl aus Lavendelblüten ausprobiert hat, sollte einige wenige Tropfen in die Armbeuge geben und danach 24 Stunden warten. Zeigt sich keine Reaktion auf der Haut, kann das Öl problemlos verwendet werden.

Wie lange hält sich das Öl?

Lavendelöl braucht eine sachgemäße Lagerung, damit es sich lange hält. Wird das Öl falsch aufbewahrt, dann verflüchtigen sich die wertvollen Inhaltsstoffe. Wichtig ist in jedem Fall eine Lagerung in Glasflaschen. Wird das Öl hingegen in einem Behälter aus Metall oder aus Kunststoff aufbewahrt, dann kommt es zu einer chemischen Reaktion. Perfekt ist eine Flasche aus dunklem Glas, denn Sonnenlicht setzt den Wirkstoffen genauso zu und macht sie unbrauchbar. Lavendelöl sollte zudem nach Möglichkeit luftdicht aufbewahrt werden, denn auf diese Weise bleiben die Inhaltsstoffe im Öl lange frisch und sich sogar noch nach zwei Jahren wirksam. Wichtig ist es, beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um eine qualitativ hochwertige Ware handelt, die aus einem kontrollierten biologischen Anbau stammt.

Fazit

Lavendel ist seit mehreren Tausend Jahren eine bekannte Heilpflanze, die heute immer noch im Trend ist. Lavendel duftet betörend und dieser Duft ist wie Balsam für die Seele. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte einen kleinen Lappen mit etwas Lavendelöl neben das Kopfkissen legen. Der Duft wirkt beruhigend, entspannend und wird daher auch bei leichten Depressionen eingesetzt. Lavendel in Form von Öl ist gleichzeitig eine gute Sache für den Körper, denn hier wirkt die Pflanze beruhigend auf die Leber und die Galle. Die Haut lässt sich mit dem aromatischen Öl wunderbar behandeln und alle, die ihre Haare in den Griff bekommen möchten, schaffen dies mit nur wenigen Tropfen des duftenden Öls aus der Lavendelblüte. Das Öl im Haus zu haben, lohnt sich also auf jeden Fall. Es duftet nicht nur wunderbar, es ist zugleich ein großer Helfer bei vielen gesundheitlichen und kosmetischen Problemen.

Top 10 Bestseller – Lavendelöl

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Redaktion
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